Angst beim Reiten, ein Tabuthema?

 

Angst ist ein Begriff, der in den meisten Reitställen nicht gerne genannt wird. Trotzdem haben wir fast alle irgendwelche Ängste. Angst zu haben ist auch nicht immer schlecht, sie kann uns auch manchmal schützen. Meistens jedoch steht uns die Angst im Weg. Sie verhindert unsere Träume und blockiert uns in unserem Handeln. Was können wir dagegen tun?

 

Im Umgang mit Pferden gibt es viele Situationen, die in uns Angst auslösen können. An erster Stelle ist hier der Sturz vom Pferd zu nennen. Es gibt aber noch zahlreiche Ängste mehr, z.B. Angst vor dem Kontrollverlust, Angst vor dem Versagen, Angst etwas falsch zu machen, etc.

 

Die Angst zeigt sich mit den verschiedensten Gesichtern. Sie kann Nervosität auslösen, Aggression verursachen, Unentschlossenheit oder Erstarren hervorrufen bis hin zu diversen körperlichen Anzeichen wie zittern, unruhige Atmung, Schweiß, Übelkeit, usw. Die Angst kann uns den Spaß am Reiten und am Umgang mit dem Pferd nehmen und dadurch unsere Träume zerplatzen lassen.

 

Am Anfang steht die Selbstanalyse und die Analyse des Pferdes. Dann gilt es zu entscheiden, ob du mit einem sicheren oder einem unsicheren Pferd zu tun hast. Wo liegt der Auslöser der Angst? In dir oder bei deinem Pferd? Es folgt dann die Arbeit an dir oder optional an deinem Pferd, sodass ihr wieder entspannt und angstfrei miteinander umgehen könnt.

 

Der erste Schritt gegen die Angst anzugehen ist es, sie zu erkennen und zu akzeptieren. Wenn wir die Angst identifizieren und benennen können sind wir schon einen großen Schritt weiter. Sprich mit anderen Personen über deine Ängste und Befürchtungen, du wirst sehen, dass du nicht allein bist! Das Thema Angst sollte kein Tabuthema im Stall sein, da beinahe jeder Reiter damit vertraut ist.

Versuche die Entwicklung deiner Angst zu ergründen. Wie ist sie entstanden? Gab es ein einschneidendes Erlebnis? Hat sich die Angst seit ihrem ersten Auftreten verändert?

 

Der nächste Schritt ist die Fokussierung. Die Angst bringt die meisten Menschen dazu, die positiven Seiten einer Situation aus den Augen zu verlieren. Beginne Situationen, in denen du ängstlich bist neu wahrzunehmen und lenke den Fokus auf die Seite, auf der du dich wohl fühlst. In welchen Situationen kannst du Vertrauen fassen? Identifiziere auch diese Situationen genau und benenne sie.

 

Anschließend kannst du die Angstsituationen den positiven Situationen gegenüberstellen. Wo genau liegen die Unterschiede? Was möchtest du genau verbessern? Was ist dein Ziel und welchen Traum möchtest du erreichen? Formuliere auch hier wieder exakte Antworten.

 

Durch die einzelnen beschriebenen Schritte hast du nun ein genaues Bild deiner Situation geschaffen. Siehst du Ansätze von Lösungen, wenn du die einzelnen Fragen nochmals durchgehst? Was könnte der nächste praktische Schritt im Kampf gegen die Angst sein?

 

Wenn du das Gefühl hast, nicht alleine gegen deine Angst ankämpfen zu können ist es hilfreich dich einer erfahrenen Person anzuvertrauen, die dich begleiten und dir helfen kann. Gerne stehe ich dir hierbei zur Seite. Hier klicken für mehr Informationen. 

 

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