Wie wird man eigentlich Trainer/-in?

 

Grundsätzlich kann sich jeder Trainer oder Trainerin nennen. Das ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) hat eine Trainerausbildung mit verschiedenen Lizenzstufen (Trainer C,B,A) entwickelt welche inhaltlich und strukturell den Richtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes entspricht. Bevor man jedoch einen Trainer-Lehrgang besuchen kann benötigt man diverse Abzeichen und die Vorqualifikation zum Trainerassistenten. Man steigt dann als Trainer C ein und kann sich durch entsprechende Lehrgänge immer weiter bis zum Trainer A qualifizieren. Den genauen Ablauf der Trainerausbildung und die Voraussetzungen findest du hier: 

https://www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung/trainerausbildung

 

Leider macht ein Trainerschein allein noch keinen guten Trainer aus. Die Prüfung zum Trainer ist kein Zuckerschlecken aber dennoch kann ein Trainerschein Erfahrung und angehäuftes Wissen nicht ersetzen. Wissen und Erfahrung allein machen jedoch auch noch keinen guten Trainer aus. Der Trainer braucht mehr, er braucht ein komplexes Gesamtpaket aus diversen Bereichen und ist Ausbilder, Pädagoge, Psychologe, Künstler, Freund und vieles mehr in einer Person. 

 

Ein guter Trainer muss Verständnis zeigen und Empathiefähigkeit besitzen. Er braucht ein psychologisches Basiswissen um Pferd und Mensch verstehen zu können und die Lernprozesse gezielt beeinflussen zu können. Natürlich braucht er auch fachspezifisches Wissen rund um’s Pferd (Biomechanik, Gesundheit, Sportlehre, etc.). Dieses Wissen muss er immer weiter ausbauen und in der Lage sein die Inhalte aus sämtlichen Fachbereichen zu verknüpfen und individuell auf Pferd und Reiter anzupassen. Ohne das Wissen um methodisches und didaktisches Vorgehen kann der Trainer sein Fachwissen nicht an den Schüler weitergeben. Zusätzlich braucht er natürlich auch eine gute Kommunikationsfähigkeit um individuell auf seine Schüler eingehen zu können und auch angemessen Feedback geben zu können.

 

Der Trainer trägt eine hohe Verantwortung für das Pferd, seinen Reitschüler und auch sich selbst. Dieser Verantwortung muss sich ein Trainer bewusst sein. Es geht hier nicht nur um sicherheitstechnische Aspekte. Die Gesunderhaltung und der faire Umgang mit dem Partner Pferd hängen von der Kompetenz des Trainers ab. 

 

Trainer zu sein ist kein einfacher Job und trotzdem ist es ein wahnsinnig toller Job. Es ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Bei Fragen rund um die Trainerausbildung oder meinen spezifischen Weg kannst du dich gerne an mich wenden! Kontakt

 

Bei der Wahl deines Trainers solltest du immer auf die genannten Kompetenzen achten. Ein Trainerschein allein garantiert diese Kompetenzen nicht. Fühle deinem Trainer auf den Zahn und frage nach, wenn du etwas nicht verstehst. Gebe dem Trainer aber auch Zeit, deine Schwierigkeiten zu bearbeiten. Gutes Training braucht Zeit und nur weil nach zwei Reitstunden noch keine Verbesserung eingetreten ist muss der Trainer nicht schlecht sein. Teile deine Sorgen mit ihm und erstellt gemeinsam einen Plan!

 

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